W. – Das Crowdwriting Projekt

Was vor drei Wochen in der Speakers’ Corner noch nach einer Schnapsidee klang, ist inzwischen Wirklichkeit geworden, und damit ist für mich ein schon vor einem Jahr angestrebter Traum in Erfüllung gegangen: Seit 2 Wochen sitzt eine bunte Truppe aus 7 moviepiloten in einem virtuellen Schreibzimmer und schraubt gemeinsam an einer Genre-Serie, wie wir sie uns seit Jahren wünschen, und nicht bekommen – jetzt machen wir sie eben selber: W.

Wald4
Foto: Henry Herkula, Wildnis II, 31CC by Lizenz

Das W. steht für mehr als nur den Ortsnamen (Woipating im Bayrischen Wald), es ist auch eine Ansage, eine Konzentration auf das Wesentliche. Viele Wörter stecken dahinter, und gleichzeitig ist es eine Karte, der Punkt ist unser Dorf, der Buchstabe daneben der dunkle Wald. Ein auf den Kopf gestelltes M, eine Mystery-Serie, die sich durch Mythen, Sagen und Legenden wühlt, und Dinge ans Tageslicht zerrt, die besser verborgen geblieben wären. Also geht weiter, hier gibt’s nichts zu lesen, springt zum nächsten Artikel, noch habt ihr die Chance. Wenn ihr weiter lest, dann auf eigene Gefahr, denn schneller als ihr es für möglich haltet, geratet ihr in den Sog dieser Geschichte, des “Ortes”, werdet gar ein Teil von ihr…

… denn ich hatte angekündigt, dass die Hilfe von weiteren moviepiloten willkommen ist. Wie soll das nun aussehen? Wieso sind nur sieben in der Schreibstube? Es gibt weit mehr Experimentierwillige, die sich nach dem Artikel bei mir gemeldet haben, und weitere, die ich noch gerne dabei hätte, aus der Community ebenso wie von außerhalb, die zum Teil noch gar nichts von ihrem “Glück” wissen. Wieso also nur sieben? Um den Überblick zu behalten, ein Gespür für die Dynamik zu entwickeln, und außerdem kann man nur sieben Dinge gleichzeitig im Gedächtnis behalten. Wie 7 Samurai oder glorreiche 7 – beides gleichzeitig geht nicht. Das muss als fadenscheinige Erklärung für die offensichtliche Willkür genügen. Jetzt sind wir aber bereits an einem Punkt, wo wir den Kreis gerne erweitern würden, in Maßen.

Dazu müssen wir aber zunächst etwas Wesentliches klären: Die Teilnahme an diesem Projekt/Experiment erfolgt rein freiwillig. Versprechen kann ich allen Teilnehmern (mindestens) eine namentliche Nennung, wer will kann auch anonym bleiben. Einen “Credit” verdient sich jeder, der etwas beisteuert, das in die Serie einfließt, oder dazu in sonstiger Form beiträgt. Dabei werde ich differenzieren (Buch, Recherche, Idee, Dank, etc.) so weit es sich aufschlüsseln lässt. Das Personal im Schreibzimmer ist insofern privilegiert, weil deren Mitglieder die “Schöpfung” (created by) gleichberechtigt mit mir teilen, niemand wird dabei bevorzugt genannt. Es ist durchaus möglich, dass wir die Mitgliederzahl dort noch aufstocken, oder eine Art Rotation einführen – wir passen uns den Gegebenheiten flexibel an, so gut es geht. Dabei machen wir uns zu Nutze, dass “das Internet” nichts vergisst. Jeder Kommentar in der Datenbank (auf unserem Blog ebenso wie auf moviepilot) trägt automatisch einen “Zeitstempel”, nach dem ich mich in Zweifelsfällen richten werde. Geld sollte nicht eure Motivation sein, um an diesem Projekt Teil zu nehmen. Persönliche Profilierung und Pochen auf Urheberrechte ebenfalls nicht. Jeder Beitrag ist wichtig, jeder Kommentar, der uns auf einen “Bug” in unserer Geschichte hinweist, ist willkommen. Es geht nicht darum den kleinsten gemeinsamen Nenner zu suchen, Kanten zu glätten und Ecken abzuschleifen, dafür sind die TV-Movies zuständig. Wir wollen zunächst fundiert sein, Wurzeln schlagen, damit uns später nichts umwirft. Darauf bauen wir auf, und das Ergebnis soll polarisieren, man wird sich daran verletzen, schneiden, weh tun können. Wenn man Schmerzen hat, weil die Geschichte gut ist, haben wir unser Ziel erreicht. Wer Schmerzen haben will, weil eine hanebüchene Geschichte schlecht erzählt wird, kann aus einem Überangebot die Qual seiner Wahl aussuchen. Ich verstehe unsere Arbeit auch als eine Form von Protest gegen die Kreativitätsverhinderer in den Sendern, Redaktionen und Gremien. Die bleiben diesmal außen vor. Es kommt der Moment, da werden sie uns kaufen wollen, das Projekt einsacken und übernehmen, diese elenden Haffenlohers – wenn wir uns dann auf sie einlassen, können wir es gleich bleiben lassen. Keine Kompromisse. Wir lassen uns nicht vereinnahmen. Für keinen Preis der Welt. Wir sind Fans. Wir sind süchtig nach guten Geschichten. W. ist unser Manifest. W. vertreiben wir über das Netz, umsonst, in HD auf einem Portal (à la netflix) und vor Ort, in Kinos und wo immer man uns haben will als Happening. In echt. Zum anfassen. Auf Augenhöhe. Sektempfänge auf Festivals sind für den Arsch. Dann ist immer noch genug Zeit um über Geld zu reden. Urheber sind wir alle, und Publikum gleichermaßen. Lasst uns das nicht kaputt machen, und nie wieder jemanden zwischen uns stehen. Schön, das wir das geklärt haben. Stoßen wir darauf an. Was bleibt ist Prost.

So heißt dieser Blog, auf dem sich die Willigen fortan treffen, damit wir diese Kolumne nicht länger verstopfen. Wer Anregungen hat, ballert die bitte hier in die Kommentare. Zu moviepilot kehren wir dann gerne zurück, wenn wir die Geschichte im Sack haben, und der nächste Schritt ansteht, dann stellen wir sie dort im Detail vor, mit allem Pipapo, um uns anschließend gemeinsam in das Casting zu stürzen. Bevor es so weit ist, kümmern wir uns ausgiebig um das, was gerne häufig vernachlässigt wird: Eine tief schürfende Recherche.

Wer hier weiter liest riskiert, dass er inhaltliches über die Serie erfährt, an der wir arbeiten. Davon ist noch nichts in Stein gemeißelt, weil wir alle Alternativen abklopfen, die uns nur in den Sinn kommen, um dann beim Vielversprechendsten zu bleiben. Dabei stoßen wir automatisch auf Probleme, die es zu lösen gilt. Mit Grips, Schweiß und Tränen. Blut kommt später. In Strömen.

Vorsicht: SPOILER !!!

W. bzw. WOIPATING erzählt vom gleichnamigen fiktiven Ort, tief verborgen im realen Bayrischen Wald von heute. Man hat es aufgegeben die Straße dorthin zu asphaltieren, zu oft ist sie aufgerissen, unterspült worden, weggebrochen – als wäre die Erde darunter noch immer nicht zur Ruhe gekommen. Das wundert die Bewohner nicht, wissen sie doch seit Jahrhunderten von der Existenz des “Ortes” ganz in der Nähe, im Wald. Nach außen verhält sich das Dorf unauffällig, alles sehr karg und ärmlich, aber normal. Keine 100 Einwohner zählt es, und selbst regelmäßigen Besuchern (die es nicht gibt) würde nicht auffallen, dass welche fehlen. Dazu hätte man vor 49 Jahren schon mal dort gewesen sein müssen. Oder vor 98. So lange hält man es dort nur aus, wenn einem die im “Ort” verloren Gegangenen sehr nahe stehen, so nahe, wie die eigenen Kinder. Um genau die geht es. Und dieses Jahr ist es wieder so weit. Woipating bereitet sich auf das wiederkehrende Ereignis vor, als es Fremde in das Dorf verschlägt. Fremde mit einem Kind. Kurze Zeit später ist es verschwunden, die Bewohner zeigen sich hilfsbereit, wollen aber keine Hilfe von außen hinzu holen, sie haben etwas zu verbergen und das Unheil nimmt seinen Lauf… nach sieben langen Tagen und am Ende der ersten Staffel ist das Kind wieder da. Aber nicht alleine. Und alles wird von da an nur noch schlimmer.

Es treten auf: Fabelwesen, Monster, Nazis, Zeitsprünge, Anomalien, Paranormales, Grenzwissenschaften, Physik, Geröll, Blut, Sex, und Schlimmeres als der Tod.

Dem Stoff kann man sich noch anders nähern, indem man aufzeigt, woraus wir diesen unseren Remix erstellen, worauf wir uns beziehen, was wir als Referenz heran ziehen – dazu gibt es diese Filmliste. Für Tipps, Anregungen und Kritik offen.

Wir bitten um eure Mithilfe

Nun noch ein paar konkretere Bitten, vielleicht ist da ja was für euch dabei, oder ihr kennt wen der wieder wen kennt usw:

1) Wir suchen moviepiloten vor Ort, also aus dem Bayrischen Wald, oder in dessen Nähe. WOIPATING liegt zwischen den Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau und wir suchen “Botschafter” und “Kundschafter” aus der Region, um uns auf locations aufmerksam zu machen, die wir noch nicht auf dem Schirm haben, uns aber ins Konzept passen; die uns Links zu Fotos und Videos schicken, auf die Jagd nach Legenden, Sagen und Märchen aus der Gegend gehen, Kontakt zu Experten und vielleicht sogar Behörden aufnehmen. Denn wir meinen es ernst. Wir machen eine Serie. Vor Ort. Und der genaue Ort, wo wir den Piloten drehen werden, muss noch gefunden werden. Helft uns ihn zu finden. Tief im Wald, überwuchert, ungepflegt, alt, versteckt, verfallen, eingebettet, wie aus dem letzten oder vorletzten Jahrhundert.
2) Experten und/oder Tipps rund um Forstwirtschaft und Förster, Köhler, Glasbläser
3) Experten und/oder Tipps zur Geologie, Fauna, Flora, sowie Ethnologie Bayerns
4) Kenner der bayrischen “Seher” Mühlhiasl und Anton Irlmaier
5) Kenner des österreichischen Tüftlers Victor Schauberger
6) Experten zu Bayerwald-Folklore, Märchen, Sagen, Legenden, Hexen, etc.
7) Experten zu Nazis im bayrischen Wald, Zwangsarbeiter, “Geheimwaffen”
8) Soziologen, Biologen und alle, die eine nachhaltig funktionierende, kleine Gesellschaft entwerfen können.
9) Woran wir nicht gedacht haben, aber was wir dringend in Betracht ziehen sollten.

Wir stemmen das nur gemeinsam oder gar nicht. Helft uns dabei den Sendern, Redaktionen, Fördertöpfen und Gremien zu zeigen, dass es ganz ohne sie geht. Und zwar besser. Meckern kann jeder. Konstruktiv an einer Wende mitzuarbeiten, ist aber besser. Und überzeugender. Lassen wir den Worten auch mal Taten Folgen. Wir können das. Wir mischen den Laden auf. Mischwarenladen olé. Jetzt seid ihr dran!

“Hello all you boys and girls / I’d like to take you to the inside world / It’s quite an irregular place to be / But never fear you’re safe with me / Well, maybe.”
(Primus, Frizzle Fry, 1990)

Crosspost vom gleichnamigen Speakers‘ Corner Artikel auf moviepilot.

73 Gedanken zu “W. – Das Crowdwriting Projekt

  1. Hi Jens und ihr weiteren kreativen Helden. Ich bin schon länger gespannt auf euer Projekt und werde versuchen hier und da konstruktive Gedanken beizusteuern, ohne den Sinn und Zweck groß zu hinterfragen- Brainstorming eben. Diese Woche erst bin ich auf eine Meldung von spotan auftretenden metertiefen Löchern im Waldboden gestoßen. Falls ihr noch nicht von den „Donnerlöchern“ in Kienberg im Chiemgau gehört habt, hier ein kleiner Link mit einem Beitrag nebst Video.

    http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/abendschau-der-sueden/donnerloch-kienberg-blitze-100.html?time=151.565

    Eine mysteriöse geologische Eigenart in dieser Gegend, Es gibt bereits ein Forscherteam vor Ort, alsbald wird auch die Uni Würzburg involviert sein. Ich halte gerne Augen und Ohren für Euch offen. Evtl ließen sich vorab Aufnahmen schießen oder Bewohner für „Fake Interviews“ gewinnen.

    Anbei ein paar erste Thinkshots:
    – kollektive Charaktermerkmale der Bewohner: bspw., eine bestimmte Wort- oder Zahlenaffinität, eine eigene Geheimsprache Handzeichen etc., Bilder werden schief an die Wand gehängt, Möbel nach bestimmten Punkten ausgerichtet, versteckte Altare, jeder muss ein bestimmtes Tier halten und wie sein Augapfel hüten, extrem ausgeprägtes Gehör oder Nachtsichtigkeit ?! eine akute Hautkrankheit, Haarausfall

    – Signal für wiederkehrendes Unheil ähnlich dem Schwarzen Nebel in Lost oder der Sirene aus dem Spiel Alan Wake nur eben subtiler, bspw. massives umgebendes Knacken und Brechen aus dem Unterholz des Waldes, und ich meine hier wirklich beängstigend massives Knacken was sich durch absolute Stille zuvor ankündigt und klein beginnt. Ich fänds ja persönlich genial wenn das Moos im Wald anfängt zu leuchten und Blut aus der Rinde der Bäume tropft…aber hey

    – Alte Bilder von Bewohnern und Familienmitgliedern die den heutigen Bewohnern zum verwechseln ähnlich sehen (Jack Torrance – Shining sowas in dieser Art)

    Beste Grüße und Mystery for Life!

  2. Hey Leute,
    wirklich eine tolle Idee, die ihr da habt. Hoffe, das entwickelt sich stetig weiter. Bin ich hier denn richtig? Hat sich erst einer hier gemeldet?
    Zu den Figuren:
    Habe da ein kleines Problem mit der Mutter. Sehe da einen potentiellen Hass-Charakter auf den Zuschauer zukommen. Nicht im positiven Sinne, wie es in Game of Thrones der Fall ist, sondern einfach aufgrund möglicher Handlungen und Ansichten. Da müsst ihr echt aufpassen, wenn sie in die Fänge der Gemeinschaft gerät und anfängt abzudrehen. Das könnte schnell zu einem Walking Dead Desaster werden(Mutter). Bin auch mal gespannt, wie ihr all die unterschiedlichen Elemente unter einen Hut bringen werdet. Fabelwesen, Nazis, okkulte Gemeinschaften – mächtig viel Zeug! :D
    Werde das hier auf jeden Fall weiter verfolgen. Wohne am Spessart, vielleicht finde ich dort noch ein paar Anregungen, Locations etc. :)

    • Keine Sorge, du gehörst nur mit zu den Ersten, die sich aus der Deckung wagen. Einige haben den Blog und die Kommentare abonniert, beobachten also erstmal was sich so tut. Also erstmal herzlich willkommen und Danke für’s mitspielen!

      Die Infos zur Mutter (und vieles mehr) aus dem Wiki sind überholt – wir geben ihr einen wissenschaftlichen Hintergrund, allerdings etwas, das nicht zur Situation passt. Wir wollen definitiv keine „Lori-Situation“ haben. Sie „dreht ja nicht ab“, sondern bekommt Zweifel an ihrem Weltbild. Wie alle in W. Wie Westeros. Von den Frauen dort sind wir erklärte Fans.

      Uns ist bewusst, dass wir viele Fässer aufmachen – aber nicht gleichzeitig. Das macht es dann spannend. Nur wollen wir nicht wie bei LOST enden und so viele Themen anreißen, dass wir am Ende nicht mehr alle Fäden zusammen bringen. Deswegen schauen wir uns (noch) alles an, dann wird aussortiert, gruppiert, und die einzelnen Staffelbögen werden sich heraus kristallisieren, und man kann in der ersten Hinweise einbauen, damit nichts später wie aus dem Hut gezaubert erscheint. Das ist mehr Arbeit, aber wir wollen es ja besser machen.

      Beware of the Spukhaus! Es sei denn du begegnest dort der Erscheinung einer jungen Lilo Pulver, die dich verführt, tja dann… trust your instincts :)

  3. Hallo
    Ich möchte hier mal amknüpfen, wo ich bei Moviepilot aufgehört habe.
    Erst einmal habe ich ein paar generelle Fragen:
    – So wie ich das verstehe sind die Woipatinger darum bemüht die Böse Macht möglichst klein zu halten, praktisch als Hüter des Geheimnisses, oder?
    – Ist die Woipatinger Gemeinschaft eher Demo- oder Autokratisch (wegen des Bürgermeisters?) Wird mehr bestimmt oder diskutiert?
    – Wie sieht das aus mit Haupt- und Nebenhandlungen aus? Wisst ihr schon wie ihr dass so ungefähr erzäklen wollt?
    – Wisst ihr schon was das Böse ist, was es will, was sein Grund und seine motivationen sind?

    Dann habe ich ein paar Vorschläge die mir nach dem ersten Überblick kommen:
    – Fantasy ist ein Minenfeld. Und was mich persönlich als erstes nervt sind die Zufälle oder dummen Entscheidungen die die Protagonisten an die abgelegensten Orte führt. Man könnte daraus ein weiteres Element in der Handlung machen, was die ganze Sache ein bisschen runder erscheinen lassen würde.
    Warum bekommt die Frau zum Beispiel nicht ein Prospekt von einem der Bewohner zugespielt der heimlich für das Böse arbeitet? Das könnte einen Handlungsbogen über mehrere Staffeln ergeben und ausserdem wäre es ein Aufhänger um die Figurenkonstellation Woipatings zu durchmischen und zu erforschen.
    – Die Isolation aus irgendeinem wissenschaftlichen Grund finde ich immer ein bisschen fadenscheinig. Nach dem Aufhänger müsste es doch praktisch einen Wettlauf zwischen dem Bösen, welches Aufmerksamkeit will und den Bewohnern, die dies verhindern wollen geben. So könnte die Isolation einfach ein von den Bewohnern gewollter zustand sein um das Böse im Zaum zu halten.
    Einen ganzen Ort geheim und von der Aussenwelt abgeschlossen zu halten ist schwer und wäre eine Aufgabe nach der die gemeinschaft streben kann. Damit schimmeln sie nicht nur im Dorf rum sondern haben auch was zu tun, was man in die handlung einbauen kann.

    Abschließend möchte ich sagen dass der Horror umso effektiver ist, solange er sparsam eingesetzt wird und man möglichst wenig davon weiß. Zumindest ist das meine Meinung und Vorstellung von Horror. Ich hoffe das mein Input für euch von Wert ist und dieses Projekt erfolgreich weiter geht.
    Mit freundlichen Grüßen,
    eastergaard

    • Und da ich grad im Ideenmodus bin:
      – Tauscht die Eigenschaften des Ehepaares. Für eine starke Frauenrolle und als Mittel zum spielen mit Erwartungen und Gewohnheiten des Publikums.
      – Macht aus dem Ingeneur einen Wissenschaftler. Ein Wissenschaftler der selbst Dinge erforscht eignet sich besser zum Zerlegen des Weltbildes, da er selbst geholfen hat diese Weltbild aufzubauen und zu erforschen.

      • Um die Stärke der Frauenfiguren brauchst du dir keine Sorgen zu machen – wir bringen die Geschlechter auf Augenhöhe, so gut es geht, dann zerlegen sie gemeinsam alle Weltbilder, und bauen sich aus den Scherben ihre eigene. Willkommen in Woipating!

    • Schön, dass auch du den Weg in unsere dunkle Ecke gefunden hast :)

      – Völlig korrekt – die Wolpating’er sind wie Hüter/Torwächter darauf bedacht, das Böse im Zaum zu halten, die Balance zu erhalten. Seit langem ist ihnen das ziemlich gut gelungen, aber es gab Momente in der Vergangenheit, in der es zur Katastrophe kam. Bei einer davon bekam der „Lusen“ (Berg im Bayrischen Wald) wohl sein heutiges Gesicht.
      – So isoliert ist das Dorf nicht. Es gibt sich nach außen als uninteressant und arm. Unter dem Radar zu fliegen hat dort lange Tradition, und die Bewohner wissen, dass sie so schon diverse üble Zeiten überstanden haben, die Nazis, das Mittelalter… und auch die Herrschaft der CSU ist für sie nur ein Kapitel, das wieder vergeht. Eine Frage der Zeitrechnung und der Prioritäten. Geheim und unentdeckt ist W. nicht. In W. jedoch gibt es jedoch vieles zu entdecken.
      – Für das Böse gibt es eine Theorie die funktioniert – ob wir bei ihr bleiben wird sich erst noch heraus stellen. Sie ist gut, aber wer weiß, vielleicht kommen wir auf etwas besseres. Darüber hinaus haben wir aber mehrere Baustellen – denn die Existenz von in Vergessenheit geratenen Wesen (wie dem Lindwurm) wird von uns nicht angezweifelt. Wir zählen 1+1 zusammen, bzw. werden Erklärungen für echte Phänomene liefern, die schlüssiger klingen werden, als das phantasielose Gestammel diverser Experten. Das macht fast noch mehr Spaß, als über das Böse zu philosophieren. Nur soviel: Es geht nicht darum das Böse auszulöschen, sondern es zum Teil des Lebens zu machen. Auf lange Sicht. In Woipating gelingt dies. Kurzfristig denkende Menschen, die zudem auf die falschen Ideen kommen, an „das Falsche“ glauben, sind ein großes Problem. Wann immer zu viele Menschen von den Geheimnissen um Woipating wußten, kam es zur Katastrophe. Genau das wird mit der zweiten Staffel beginnen, wenn die Massenmedien davon Wind bekommen. Etwas vergleichbares war noch nie da. Das Böse hat mit der Fähigkeit des Menschen zu Glauben zu tun. Placebos wirken, wenn man an deren Wirkung glaubt. Eingebildete Symptome können uns wirklich krank machen… und etwas als „böse“ wahrzunehmen kann zum Tod oder Schlimmeren führen.
      – Die Gemeinschaft ist vernünftig. Ansonsten recht basisdemokratisch, was recht überschaubar ist, wenn jeder jeden kennt. Das ist aber gleichzeitig Voraussetzung, wie man dort weiß. Daher gibt es eine strenge Geburtenkontrolle, bei gleichzeitiger Sicherstellung von genug, nun ja, Zuwachs im Genpool.
      – Die Haupthandlung spielt im Wald, in und um Woipating. Es gibt eine Nebenhandlung, die uns wohl bis München (oder wahrscheinlich eher „nur“ Regensburg) führt, sowie ein paar Episoden einzelner Figuren. Wenn du dir das in etwa wie in TWIN PEAKS vorstellst, bist du wohl na dran, wie sich das anfühlt.
      – Minenfeld dummer Entscheidungen! Ja!! Keine Sorge. Keine Kaninchen werden aus dem Hut gezaubert. Keine Gruppe trennt sich im Wald, wenn es vernünftiger wäre zusammen zu bleiben. Sooo abgelegen ist der Bayrische Wald nu auch wieder nicht, und recht gut zu erreichen :)
      – Jemand, der heimlich für das Böse arbeitet? Hm… das werden wir auf jeden Fall mal weiter verfolgen! Hat bisher niemand auf die Agenda gesetzt. Danke ^^
      – Deine Gefühle zur Effektivität von Horror teilen wir. Je mehr Horror man sich in seinem eigenen Kopf zusammen reimt, desto besser – nichts ist mehr auf einen zu geschnitten, als die eigenen Ängste und Phantasiemonster. Dafür sieht man alle Konsequenzen.

      Bitte mehr davon, wenn du wieder was hast!

    • Das die Bewohner die Isolation absichtilich wählen und diese entsprechend verteidigen ist auf jeden Fall logisch nachvollziehbar, sofern sich das „Böse“ wenn es denn wirklich böse ist, etsprechend ausweiten möchte. Diese Idee wurde in „The Village“ ja bereits aufgegriffen. Ein „Wettlauf“ oder ein Ringen darum ist defintiv spannend, doch warum nehmen die Bewohner diesen Kampf auf sich, was hält sie dort, welche Motivation haben sie dafür? Die Verschwundenen, welche sie nicht aufgeben möchten? Welche Bedingungen oder „Regeln“ stellt diese Macht auf, damit sie dies auf sich nehmen müssen? Spätestens hierbei möchte ich eine gelungene Auflösung, denn damit steht und fällt das Gerüst neben der Frage, warum gerade Woipating? Wären diese Ereigisse an jedem anderen Ort ebenso möglich, braucht es einen triftigen Grund für die Handlungsweise der Bewohner…Redneck Gutmütigkeit lass ich da nich gelten;)

      Fände man diese schlüssige Motivation, wäre eine Splittung der Gemeinschaft zwischen verdeckten „Spionen“, offenkundigen Anhängern des Bösen und den Guten sicherlich auch möglich. D.h nicht nur ein geminschaftliches Ringen gegen eine Macht sondern ein wahrer verdeckter Kampf zwischen den Parteien.

      Bei der Familie die dort ankommt kann es sich letztlich nur um Zufall handeln oder aber sie sind von Anfang an der Schlüssel. Bei Letzterem, ist eine Inszenierung für die Ankunft nicht abwägig, und es ergibt sich die spannende Frage: Wollen die Anhänger der Macht oder die Verteiger des Guten diese Familie dort?
      Der gute alte Zufall scheint nicht unbedingt schlecht, wenn diese Ankunft im Nachhinein durch die Story klar wird. Meinetwegen, dass das Kind die Eltern systematisch dazugebracht hat dort zu landen, weil es gelenkt wurde von Außen…denn…Woipatinger Spione sind überall! ^^. Klingt zwar fadenscheinig aber ein Prospekt welches die Mutter erreicht wäre mir zu wenig. Wer macht sich die Mühe ein Prospekt von Woipating herzustellen, um die Familie anzulocken? Woipating – Kurort und Zentrum des Bösen, eine Chance sich mal so richtig entführen zu lassen ;)

      • Nur mal so nebenbei @Bandura/@eastergaard – YMMD!

        Was ich gleich klarstellen kann ist, dass „unser Böses“ bislang kein Bewusstsein von sich hat. So ein bisschen wie im ersten GHOSTBUSTERS, wenn sie im Finale versuchen an nichts zu denken – großartig. Es konzentriert sich bei uns auf den „Ort“ (dem wir bislang noch keinen konkreteren Namen gegeben haben), und dessen Umgebung, was gut und gerne mit den weiter oben erwähnten „Erdställen“ zu tun haben könnte, die recht exklusiv in der Gegend sind; es gibt noch andere Orte, aber hier kommen ein paar mehr Sachen zusammen – wir wählen noch was da am Besten zueinander passt, wie eben auch der bayrische Seher Mühlhiasl, der ebenfalls aus der Region stammt, sowie diverse Fabelwesen, Legenden, alles rund um den Wald, und heute Nationalpark.

        Eine weitere Motivaton der Bewohner neben dem Warten auf die Verschwundenen ist ihre Ausgeglichenheit. Sie sind meistens ziemlich glückliche Menschen. Sie haben zu tun, eine Aufgabe, die wichtig ist, sich gut anfühlt, ihrem Leben einen Sinn verleiht. Nicht immer, und nicht bei allen, es gibt immer Fälle von Bewohnern, die nicht dafür gemacht sind. Es gibt also auch Konflikte innerhalb des Dorfes, und bei denen werden wir wohl die Erzählung aufnehmen: Man weiß nicht gleich wo man ist, in welcher Zeit, lernt ein paar Menschen kennen, ein paar Dinge sind merkwürdig, aber die übersieht man, blendet man aus.

        Die Fremden müssen nicht mit einer Autopanne dort landen, sie können auch Pilze suchen gehen, worauf deren Sohnemann keinen Bock hat (deckt sich übrigens 1:1 mit meiner persönlichen Kindheitserfahrung) und der beobachtet dann andere Kinder beim Spielen im Wald. Vielleicht wird man die Fremden auch wieder los, aber dann kommen sie wieder, beginnen sich zu interessieren, dann verschwindet das Kind, und die Verhältnisse kehren sich um – jetzt wollen die Fremden weg um Hilfe zu holen, und das Dorf lässt sie nicht. Das gefällt uns besser, wir diskutieren diese Varianten gerade – was findet ihr besser? Ein Zufall oder wiederkehrendes Übel?

        Einen Kampf Gut gegen Böse haben wir hier nicht im Zentrum, sondern das Weltbild in Woipating gegen jenes, welches gerade draußen in Mode ist. Die haben alles überlebt :)

      • Zur Antwort der Antwort kann ich nicht antworten, weil es da kein Antwort-Button gibt. Verantwortungslos ;)
        Also dass das Böse etwas abstraktes ist war klar, aber trotzdem hat es ein Wesen, eine Herkunft, eine Art wie es sich äussert. Vielleicht sollte man das mal in der Wiki festschreiben weil es doch elemntarer Bestandteil der Handlung ist, wenn auch nicht das ist.
        Meine Philosophie über Handlung ist dass sie aus sich selbst entstehen sollte und Zufälle als selten eingesetztes Stilmittel zum Herstellen von Authenzität sein sollten.

      • Jetzt habe ich schon auf „3 Antwortebenen“ umgestellt, damit es übersichtlicher wird, aber damit ist’s dann auch gut, bevor auf Ebene 20 jeder Buchstabe seinen eigenen Zeilenumbruch bekommt… es sollte reichen, wenn man den ersten Kommentar der Ebene über der auf der man landen will beantwortet. Ergibt das einen Sinn? Oha. Ansonsten vielleicht mit „@XY zu Uhrzeit Z posten“… da tun sich Abgründe auf :)

        Ich werde man einen Hinweis ins Wiki setzen und demnächst einen weiteren Artikel online stellen, in dem der aktuelle Stand besser zusammengefasst wird. Deine Philosophie zur Handlung, die aus sich selbst heraus nachvollziehbar ist und ohne „Zufälle“ auskommt, entspricht auch der unseren.

    • Das hört sich sehr gut durchdacht an. Der Punkt mit dem Bösen zu leben gefällt mir besonders. Irgendwie menschlicher Als es zu besiegen. Meine Idee des Bewohners der für das Böse arbeitet war in Zusammenhang mit einer ziemlich pessimistischen Weltsicht. Dieser jemand denkt sich vielleicht: Warum beschützen wir dieses Dorf vor dem Bösen, wenn die Menschen in der Welt eh so viel scheiße Bauen? Hat die Welt es überhaupt verdient vor dem Bösen beschützt zu werden? Eine andere Möglichkeit wäre die des Ideologischen Querschlägers, der andere Ideen über das Zusammenleben mit dem Bösen hat. Hier gäbe es viele gute Ansätze die etwas über die Gesellschaft aussagen könnten. Wichtig wäre nur das dieses Individuum nicht direkt vom Bösen beherrscht wird, sondern glaubt es für seine eigenen Zwecke nutzten zu können jedoch dadurch von ihm benutzt wird. Ähnlich wie beim Ring. Man kann es in noch so guter Absicht benutzen, am Ende kommt nur Böses dabei raus.
      Auch in Hinsicht Hintergrund und Historie scheint ihr gut gearbeitet zu haben, da dürfte nichts schiefgehen. Und hinsichtlich Mysteryserien wie Twin Peaks oder Lost bin ich noch unbelastet. Was mich in diese Richtung am meisten geprägt hat war the Shining und im entfernterem Sinne gerade die Serie Hannibal. Es erscheint mir auch sinnvoll dass ihr hier was eigenes aufbaut und nicht zu sehr an andere Dinge anlehnt. Aber darüber mach ich mir hier keine Sorgen :)

      • Vielen Dank für die Blumen – wir versuchen so gründlich wie möglich vor zu gehen, machen uns aber keine Illusionen das Rad hier neu zu erfinden. Im Grunde ist es ein Remix, wie jede andere Geschichte auch. Wir bauen halt darauf, dass wir mal Sachen miteinander kombinieren, die man selten oder schon lange nicht mehr gemeinsam gesehen hat.

        Sagen wir’s mal so – die Woipating’er versuchen dem „Bösen“ auch seinen Schrecken zu nehmen, indem sie es kennen lernen. Dabei sind auch schon welche drauf gegangen. Und die aktuellen Bewohner sind recht vorsichtig, aber nun ist die Zeit gekommen wieder Stellung zu beziehen…

    • @Bandura Prospekt ist jetzt vielleicht ein schlechtes Beispiel. Was ich sagen wollte ist, dass der Grund für die Ankunft der Familie aus irgendeiner Handlung heraus geschen sollte. Das kommt glaubwürdiger rüber, denn meine Vorstellung von Handlung ist dass sie auf Entscheidungen und Aktionen von Figuren beruht und nicht durch Zufall. Deshalb wäre es für mich unglaubwürdig dass sie durch irgendeine Panne da hin kommen. Ob die Familie speziell ausgewählt wurde oder es einfach irgendeine ist könnte man dann entscheiden. Ist auch nur meine persönliche Meinung, aber es ist gut dass es diesen Ort gibt um das zu diskutieren. Allein deshalb hat sich W. schon gelohnt.

      • Verstehe vollkommen was du meinst und stimme dir auch zu. Aus meiner Sicht lässt sich diese Frage aber vielmehr aus einer Ideologie heraus selbst beantworten. Der Grund für eine Szene, eine Handlung oder eines Ereignisses entsteht für mich in erster Linie aus der Daseinsberechtigung. Sobald Etwas oder Jemand zu einem Fortverlauf der Handlung beiträgt, ist der Grund für mich vorhanden und sei es eine Autopanne. Dennoch fühlt man sich weniger hinters Licht geführt, wenn wir bspw. die Abfolge von Ereignissen die zu der Panne geführt haben und zu Woipating führen, nachvollziehen können. Der Vergleich hinkt auch, aber ich glaub du weißt was ich meine!

  4. Hi.
    Ich kenn mich zwar in Bayern und der dortigen Mythologie nicht aus, hier aber trotzdem mal ein paar Gedanken die mir beim lesen des Artikels und der Kommentare so durch den Kopf gegangen sind:
    – Es wäre zu überlegen ob man es tatsächlich mit ‚Dem Bösen‘ an sich zu tun hat oder mit einer unheimlich mächtigen, nur aus menschlicher Sicht bösen Entität. In ersterem Falle wären gut und böse eben klar definiert und man hätte folglich eine recht schwarz-weise Welt. Im zweiten Fall müsste man sich mehr Gedanken über Motivationen und Verhaltensweisen dieses Wesens machen.
    Spontan fällt mir noch der Begriff ‚Tulpa‘ ein.
    – Wiso tun die Bewohner was sie tun? Man könnte doch einfach aufhören das Wissen über das Böse weiterzugeben und ihm so seine Macht nehmen. Da sollte also noch irgendwas anderes sein das sie dort hält bzw. das sie tun müssen um dessen Ausbrechen zu verhindern.
    – Gibt es noch andere Orte auf der Welt an denen ähnliches vor sich geht? Wissen diese voneinander? Sind sie in einem bestimmten Muster angeordnet? Gibt es sonst einen besonderen Grund warum das alles ausgerechnet in Woipating passiert?
    – Wieso holen die hier ‚Gestrandeten‘ denn nicht selbst Hilfe von Außen? Einfach zu behaupten Handys funktionieren hier nicht halte ich immer für sehr fragwürdig. Allerdings könnten die Bewohner ja einen Störsender aufgestellt haben oder sonst wie die Kommunikationswege manipulieren. Vielleicht glaubt der Hilfesuchende ja nur die Polizei (oder sonst wen) angerufen haben, hat aber eigentlich mit jemand… oder etwas ganz anderem gesprochen.
    – Gibt es einen menschlichen Gegenspieler (oder eine Gruppe dieser)? Immerhin leben viele Geschichten geradezu von einem gut durchdachten Antagonisten. Außerdem ist er eine gute Möglichkeit die Handlung voranzutreiben wenn die Protagonisten an die Grenzen ihrer Handlungsmöglichkeiten stoßen.
    – Zu den hier öfter erwähnten Lindwürmern fällt mir noch die Burg Drachenfels ein, die zwar in der Pfalz liegt, allerdings einen Lindwurm in die Wand des ehemaligen Hauptsaals eingeritzt und eine bisher unklare Entstehungsgeschichte hat.
    – Irgendwo habt ihr geschrieben das euch ‚der Ingenieur‘ zu klischeehaft ist. Hier sollte man anmerken dass es da doch sehr unterschiedliche Fachrichtungen gibt und es andererseits sowieso fraglich ist wie realitätsnah eben dieses klischeehafte Bild überhaupt ist.

    Gruß Venom

    • Äh… also „Tulpa“ musste ich erst googeln. Das ist nahezu die ideale Beschreibung für das, was mir vorschwebt, „eine Manifestation von Gedanken“ und Gefühlen, aufgrund von Glauben.

      Der Gedanke, dass es quasi „Partnerstädte“ (oder Dörfer) geben könnte, ist sehr reizvoll. Klasse!

      Es gibt schon auch im Bayrischen Wald Funklöcher, dennoch hast du völlig Recht, dass es zu sehr Klischee wäre, wenn das Ding ausgerechnet dann nicht funktioniert. Störsender gefällt mir auch nicht. Kennst du die Serie BRAUNSCHLAG? Dort gibt es eine wunderbare Szene von der Dorfpolizei, bei der ein „Fehlalarm“ von einem Bankraub eingeht, weil die Schalterbeamten da immer versehentlich an den Knopf stoßen. Eine Lösung in dieser Art ist viel schöner, oder?

      Die Funktion des Antagonisten übernimmt die „aktuelle Mode“ außerhalb des Dorfes, also im Augenblick alles vom iPhone bis zur CSU-Herrschaft :) Es wird spannend sein zu zeigen, dass man im Laufe der ersten Staffel eher Sympathien für die Außenwelt hegt, und erst am Ende einsieht, dass die Woipating’er genau wußten, was sie tun. Dann wird es gelten gemeinsam zu versuchen die Katastrophe zu verhindern, und wir erzählen mehr aus der Vergangenheit des Ortes, von früheren Krisen – aber das gehört zu späteren Staffeln.

      Vielen Dank für’s Teilen!

      PS: Jaaaa! Mehr Lindwürmer!! Der Dodo unter den Drachen :)

      • Ja, durch solche Einzelheiten, z.B. dass die Dorfbewohner absichtlich den Empfang unterbrechen, kann man auch die Grenzen von Gut und Böse immer mehr sprengen. Letztendlich haben alle Entscheidungen und Handlungen, egal mit welchem Background, immer Konsequenzen. Meistens positiv und negativ. Die Dorfbewohner wollen den Kontakt mit der Aussenwelt nicht, was in diesem Fall der Allgemeinheit dient und unsere anfänglichen Hauptfiguren ganz schön in die Scheisse reitet:)
        So können wir das Gleichgewicht von schlechten und rechten Taten immer wieder verschieben. Ist es dieses Geflächt aus gnadenlosen Fabelwesen und Spukgeschichten, was „böse“ ist? Oder sind es die skrupellosen Dorfbewohner? Oder aber die gesamte verdorbene Aussenwelt? Dem Zuschauer wird Urteilssprechung so schwer gemacht wie möglich. Und das ist prinziell gut, da es umso emotionaler wird…

      • Die Fabelwesen und Spukgestalten müssen überhaupt keine Agenda oder Motivation haben. Sie müssen kein Bewußtsein, kein Ziel haben (außer ihr Revier zu verteidigen, ihrer Ruhe zu haben, etc.) – wir neigen gerne dazu ihnen Absichten zu unterstellen, zu projizieren, dass sie böse sind, weil sie uns etwas antun und töten – und wir sind doch die Guten. Und weil wir die Guten sind, dürfen wir sie töten, aber nicht umgekehrt. Wer nur seinen eigenen Horizont sieht (egal ob Mensch oder Fabelwesen), hält alles was man selbst tut für „richtig“ und „normal“. Das produziert ganz automatisch viel böses Blut und ebensolche Taten.

        Die Dorfbewohner mögen daher auf den ersten Blick als skrupel- oder verantwortungslos erscheinen, sie sind es aber nicht. Ihr Horizont ist (trotz der Bäume) nicht so begrenzt. Das unterscheidet unser Dorf auch maßgeblich von THE VILLAGE, das auf Angst und Einschüchterung basiert. Unsere Bedrohung ist darüber hinaus echt. Die Herausforderung für uns ist, mehr als nur s/w Positionen für die Zuschauer zur Identifikation bereit zu stellen, und allen gleichermaßen unsere Empathie gelten zu lassen.

  5. Erstmal ein riesen Lob an euch! Ich finde es sehr mutig von euch, solch ein Projekt in die Wege zu leiten und warte auch schon seit Jahren auf etwas Ähnliches! Die Grundidee finde ich ausserdem sehr gelungen und ich würde mich immer freuen, daran mitarbeiten zu können.
    Hier erstmal ein Hauch von ein paar ersten Gedanken:

    Was mir nach dem Durchlesen eurer Ideen und eures Konzepts auffiel war das Potenzial. Dann aber auch die schiere Masse. Und das ist es, worauf ich hinaus will. Hier sind soviele Inhalte vorhanden, dass es wirklich schade wäre, wenn die Serie in Überladenheit endet. Die Fantasyelemente sind alle interessant und sollten auch funktionieren, nur muss man sie geschickt und vor allem subtil einstreuen. Mir schwebt da eine Herangehensweise à la Game of Thrones vor. Dort passiert in der ersten Staffel dermassen wenig Übernatürliches (abgesehen von der ersten und der letzten Folge), dass man erstmal eher an herkömmliches Mittelalter denkt, als an Fantasy. In derzweiten Staffel entwickelt sich der Fantasy-Teil dann aber zu unvergesslichen und perfekt dosierten Wow-Momenten. In W. könnte man dieses Konzept auf das Horrorelement der Serie beziehen. Von subtiler Spannung bis zu Horror, der für den Zuschauer schierer Terror ist. Mit Dramaelementen und guter Charakterzeichnung könnte daraus etwas wirklich Grosses entstehen, dass auf emotionaler Ebene wirklich überzeugt…

    So mein erster Gedanke. Ich freue mich über angeregte Konvesation über dieses tolle Projekt!

    • Vielen Dank, sehen wir genauso! Nur aus produktionstechnischen Gründen ist dieses Vorgehen dann die „billigere“ Variante :)

      Überladen wollen wir die Serie nicht, aber alles in Betracht gezogen haben, was darin Platz haben könnte. Alle Entscheidungsprozesse und Vorgänge in der Ideenschmiede werden wir zu einem späteren Zeitpunkt online stellen, damit das Projekt bei Gelingen Nachahmer findet, und im Falle des Scheiterns (siehe z.B. schon jetzt das Wiki) zur Fehlersuche auffordert. So oder so sollte dieses Projekt nicht folgenlos bleiben. Bleib am Ball!

  6. So langsam kirstallisiert sich da was sehr Interessantes heraus. Ein eingefahrenes Schwarz – weiß – Denken als Brücke zur Empathie zu verwenden, um letzlich sich und seinen Lebensstil in Frage zu stellen, verpackt in einer Handlung, die mit Dingen konfrontiert, die wir vergessen, ignoriert oder nie geglaubt haben ohne sie als etwas Böses,Gutes oder eindeutig zu Bewertendes emporheben können oder gar brauchen, ist wirklich META. Das Érkennen essentieller Werte, dem (W)esentlichen zu frönen und den Glauben fernab von Religion, neuem Leben einzuhauchen empfinde ich als eine schöne wie fruchtbare Ambition, sodass bspw. Definitionen wie Zufall oder Bestimmung gar nicht erst notwendig werden. So kann etwas unheilmlich wirken ohne böse sein zu müssen, Dinge entstehen (Tulpa) die wir für unmöglich halten, uns beirren oder vll. verängstigen, doch vll. erkennen wir dass diese Dinge allemale spannender, lebensnaher und freundlicher sind als alles was wir hier draußen als „Mode“ erleben.
    Wow, wenn es dieses Gefühl ist, diese Weltanschuung die hier in schrullig, mysterösen Begenungen mit dem Unbekannten zelbriert wird, dann…Prost meine Lieben! Falls nicht ist auch nich schlimm! Sorry war grad in Stimmung zum Schwelgen :)

    Anbei…Tulpa wäre auch ein passender und gediegener Serien Name, klingt verlockend

      • Hehe, na klar…aber könnt es auch gerne nach euren Wünschen umschreiben und präzisieren. Aber seid ihr wirklich schon auf Presse aus, oder dann erst später?

      • Wir nehmen gerne gratis PR in jeder Form (außer TV) mit, aber zunächst konzentrieren wir uns auf das Wesentliche. Alles weitere kann und muß warten.

  7. Meine Frage ist, ob das verschwunden geglaubte Kind während der ersten Staffel ein wirklicher Handlungsstrang sein soll, oder ob es eher als Auflösung am Ende gedacht ist, was wirklich mit ihm passiert…

    • Das haben wir noch nicht geklärt. In meiner Vorstellung ist es bislang so, dass der Junge zwar relativ früh verschwindet und in der letzten Folge wieder auftaucht, aber dazwischen nehmen wir nie seine Perspektive ein, oder erfahren was ihm widerfährt. Das ändert sich dann möglicherweise in der zweiten Staffel, denn uns muß klar sein, was genau vorgefallen ist. Ob wir das überspringen, mit Rückblende erzählen, oder nur über seinen Bericht davon erfahren (mein Favorit), entscheiden wir wenn wir soweit sind. Das kann auch RASHOMON-hafte Züge kriegen, denn wie angedeutet – er kommt nicht alleine zurück, dann steht Aussage gegen Vision oder umgekehrt. Das ist aber alles für die erste Staffel meiner Meinung nach irrelevant.

      • Ja, dachte mir auch, dass es geheimnisvoller wirkt, wenn der Junge auch für den Zuschauer verschwunden ist und später als Auflösung dient. Dein Favorit ist eindeutig auch meiner:) Wenn man das richtig macht, dann ist die einfache Erzählung eines Kindes (ohne Rückblenden-Schnickschnack) sogar um einiges kraftvoller und beängstigender.

        Ich finde überhaupt, dass die Veränderung des Kindes ein unglaublich interessanter Part ist (letzte Folge?)
        Meine Idee dazu wäre, dass der Junge sich selber unglaublich verändert hat. Sprich, er hat nicht nur erlebt, sondern ist ein Teil dieses mystischen Zusammenhangs geworden. Vermutlich weiss er mehr als alle Beteiligten und vielleicht auch mehr als für ihn selber gut ist. Er könnte zu einer beängstigenden Figur werden, ja sogar zu einem richtig mächtigen Charakter…
        na ja, ich schweife vermutlich zu sehr ab, da das hier eher nicht wirklich zum Hauptteil der Geschichte gehört;)

  8. 2 Sagen aus dem Fichtelgebirge

    Der Höimann:
    http://fichtelgebirge.bayern-online.de/die-region/familie-kinder/maerchen-sagen-legenden/der-hoeimann/

    Da gehen einem schon gut spannende Szenen durch den Kopf …schön finde ich, dass er im Grunde nicht böse ist und nur seinen Wald verteidigt.

    Auch eine Sage die man ggf. mit verschwunden Kindern verbinden könnte…
    http://fichtelgebirge.bayern-online.de/die-region/familie-kinder/maerchen-sagen-legenden/der-schmied-im-ochsenkopf/

    Ncch dem Motto: Er möchte doch nur seine Tochter. Ihr habt bestimmt schon was anderes dafür, aber setze es mal so als Inspiration rein, die Sage ist so schön melancholisch:)

    • Klasse, das ist dann schon die dritte Schreibweise für den uns als “Hemann” bzw. “Hoymann” bekannten Riesen/Waldgeist – wir haben eh eine ganze Reihe toller Sagen und Märchen aus der Region, die wir sortieren und mit Fakten verweben, damit man sich schön in dem gesponnenen Netz verfängt. In einer Variante wird noch der Rat gegeben, ihn möglichst zu ignorieren, und so zu tun, als ob man ihn nicht wahrnehme. Das gefällt uns natürlich sehr und passt voll ins Konzept. Trotzdem: eine super Quelle, die uns mehr Material liefert, denn sein „Schlachtruf“ war uns bislang nicht bekannt!

      Die andere Sage passt uns auch wunderbar ins Konzept – wir haben eine ähnliche (Pferdeäpfel und Gold), diese finde ich aber schöner, wegen dem „Wurmloch“, der „Raum/Zeit-Anomalie“. Die Erscheinung (Burg, Pferde beschlagen) ist immer sehr an die Zeit und Vorstellung der jeweils „verloren gegangenen“ geknüpft, wäre heute also eher ein Auto, ein Zugabteil, ein Klassenzimmer… je nachdem, und die Beschäftigung ebenfalls. Es ist auch bezeichnend, dass die meisten dieser Märchen/Sagen vor bzw. nach dem Kirchgang stattfinden, und die Verführten was anderes im Kopf haben, als den Herrgott. Wie langweilig. Dann gibt es noch häufig die „Hexenmotive“, also im Prinzip alle, die sich anstatt in die Kirche zu gehen, um ihren Hof, ihre Pflanzen oder Tiere kümmern – und das häufig singend oder nackig erledigen. Oder beides gleichzeitig.

      Wir küren dich jetzt mal zum Inspirator der Woche :)

      • Ad Banduras Link:
        Diese Elfenkönigin ist aber harmlos, geradezu zahm! :-) Derartige Sagen/Märchen sind im keltischen Kulturgebiet weit verbreitet und normalerweise schicken die Elfen ihre Tanzgespielen nicht so wider- und umstandslos heim, sondern haben ihnen Zeit genommen – eine Nacht im Elfenreich beutet oft 100 Jahre Menschenzeit und der Jäger hätte eigentlich seine Braut bei der Rückkehr nicht wiedergefunden … alles hat seinen Preis.

  9. Wow, dieser Input, Wahnsinn!

    Übersichtlichkeit und Ordnung muss schon jetzt groß geschrieben werden. Ich picke mir mal ein Thema raus, zu dem hier schon viel gesagt wurde und ich meine Meinung auch wiederfinde – zum Bösen: ich sehe Gut und Böse nicht als Opposition, sondern vielmehr als zwei Pole, die in ein und demselben Menschen/Ort/Tier/Fabelwesen/Gegenstand vorhanden sind. Es gibt das Gute nicht ohne das Böse und anders herum. Daher fände ich einen „Kampf“ der Pole weniger spannend als sich die kulutrellen Gewohnheiten des Menschen/Zuschauers zunutze zu machen und mit den Konventionen Gut-Böse zu spielen. Etwa, indem die Charaktere als „gute“ eingeführt werden, d.h. als welche, die „normalen“, „sinnvollen“ Beschäftigungen nachgehen, eine allgemeine anerkannte Moral und Ethik verfolgen. Nur um dann Stück für Stück diese Kruste abzukratzen (und es darunter bluten, leuchten was auch immer zu lassen) und das notwendige Vorhandensein des Bösen im Woipatinger und seiner Umwelt zu finden. Ich denke, dass dieses Spiel von Gut UND Böse mindestens ebenso viel Potential besitzt, wie ein antagonistischer Kampf.
    Der Unterschied zur Außenwelt läge dann im bewussten Umgang mit dieser Dualität (im Sinne einer kreativen/produktiven Spannung) der Woipatinger. Sie wissen, dass es das Böse gibt und es nichts in der Welt vernichten kann (anders als der Terror mit „guten“ Waffen vernichtet werden soll, die Finanzkrise mit mehr Geld usw.). Das Böse und ein potentielles Vorhandensein einer „Gestalt des Bösen“ wäre dann schon mit dieser Einstellung motiviert, mögliche „böse“ Aktionen vielleicht auch schon mit der dualistischen Position. Das Gute tut dieses, das Böse etwas, das vom Guten ausgelöst wurde. Und dann kann es noch jene Momente geben, die nicht durch diese Dualität erklört werden können, oder zumindest noch nicht (keltische Worte, vermeintliche un-sinnige Handlungen etc.).
    So böte sich auch an den „gut durchdachten Antagonisten“ vielleicht als „Dualisten“ zu bezeichnen, wo lange Zeit nicht klar ist, ob er eigene Ziele verfolgt, die tatsächlich „antagonistisch“ sind oder aber sein Wesen und seine Aktionen die Woipatinger als integral ansehen. Das spräche für eine Auffassung die jp hier von der Serie vertritt: wichtig ist zunächst der Ort und seine Mystik, nicht eine Charakterkonstellation „Gut-Böse“.

    • Kein Antagonist kann besser sein als jener, den wir schon in uns tragen. Dessen Existenz zu akzeptieren und eine Balance her zu stellen, ist eine Lebensaufgabe.

      Boah, und ich komme jetzt schon den zweiten Tag nicht dazu meine jüngsten Notizen auszuformulieren, weil es mir viel zu viel Spaß macht hier an der Debatte Teil zu nehmen! Jetzt versuche ich es trotzdem noch mal :)

  10. Man kann die Tatsache, dass die Legenden und ihre Regeln hier und da verschieden überliefert wurden, gut zum „Spannungsvorteil“ nutzen. Mir schwebt da eine Szene mit dem Herrn Hoimann, im Kopf rum bspw: (Ich versuch das mal euch kurz näher zu bringen, nich so ernst nehmen :D)

    Mal angenommen es werden drei Leute von ihm verfolgt, seine Schreie HOI HOI HOI schallen durch das Dickicht, seine Keule lässt die Äste krachend zerbersten, noch ist er nur zu hören.Die drei sind in Panik. Rennen bringt nichts! schreit einer von Ihnen. Seid still! Wie war das noch? Hinlegen auf dem Wegesrand? Nein, die Augen zu! Haltet euch die Augen zu! – Son Schwachsinn! Rennt verdammt, rennt! Wieso zum Teufel funktioniert auch das Internet nicht, wir könnten nachschauen! – Keine Zeit!…. Er ist da!…

    Der Clou wäre nun, dass jeder eine andere Variante instiktiv anwendet….Cliffhanger: wen wird er nun holen? ( so in der Art, ihr wisst schon ;)… im Kopf ist das alles so toll!

      • Oder so ;)

        Ahm mal was ganz Anderes, macht ihr euch bereits einen Kopf um die Darstellung der Wesen? Ich mein das entsprechende Budget für eine glaubhafte Umsetzung scheint da ganz schön mitzuschwingen.

        Auch der Gewaltgrad den ihr anpeilt würde mich interessieren. Schwebt euch da was vor, oder lasst ihr euch da freien Lauf? Ich mein, eine familiäre 12er Freigabe ist bestimmt lukrativer als ein mutiges 16er Format. Spannender sind natürlich ab und zu ein paar Gewaltspitzen.

      • Freilaufende Hühner Autoren. Keine Beschränkung. Das was der Geschichte dient wird gemacht. Wie wir die Probleme lösen, die das mit sich bringt ist zunächst mal Nebensache. Wenn es sein muss, dann auch ab 18. Kompromisse gibt’s im TV schon genug.

  11. Erstmal ein Wahnsinn, was ihr schon alles auf die Beine gestellt habt, ging ja wirklich recht schnell, Gratulation.

    Als Input könnte ich ein wenig zur Entwicklung und Beziehung einer Dorfgemeinschaft beisteuern, da ich selbst tatsächlich in einem kleinen Dorf mit 700 Einwohnern mitten im Thüringer Wald aufgewachsen bin, nicht ganz so dicht und endlos wie in dieser Geschichte, aber doch ähnlich.
    Wichtigste Eigenschaften sind dabei tatsächlich, dass jeder jeden kennt und es eigentlich keine Geheimnisse gibt. Ebenfalls werden Fremde immer erstmal komisch angeschaut und können sich nur schwer in die Gemeinschaft integrieren. Nach außen hin ist immer heile Welt, aber hinter jeder Tür verbergen sich schlimme Geschichten, z.B. Gewalt, Selbstmord, etc.
    Ganz wichtig sind auch Tiere, wie Kühe, Schafe, Schweine, Hühner und vor allem Hunde und Katzen die überall rumlaufen, zwischen alten und heruntergekommenen, aber auch neuen und prunkvollen Häusern. Hierarchie ist auch ganz wichtig, Bürgermeister und sein Gefolge, etc. Hier fällt mir das Buch: Der Besuch der alten Dame ein, was sehr gut passt.
    Toll an meinem Ort war auch, dass er quasi ein Tal ist, in welchem das Dorf liegt und in der Mitte ist ein Berg auf dessen Spitze ein alter Turm einer zerstörten Burg ist. Solche geheimnisvollen Gebäude, die kaum wahrgenommen werden, besitzen immer nochmal ihre eigene gefährliche Aura. Das Dorf heißt übrigens Tautenburg, wer mal googlen will.
    Falls mir noch mehr Gedanken kommen, schreib ich sie nieder. Für Fragen bin ich immer offen.

    • Deckt sich auch mit meinen Kindheitstrauma, als wir von der Großstadt München in ein Dorf in Niederbayern umgezogen sind – mir war aber mindestens anfangs alles ebenso fremd, wie ich den Kindern dort. Allerdings war mein Dorf nicht so schön gelegen wie deins – hier ein schönes Fotoset auf flickr aus Tautenburg im Winter – man findet aber noch mehr tolle Bilder; ich mein wo gibt’s denn sowas: ein Dorf im Tal, und in dessen Mitte wieder ein Hügel? Mit Turm drauf?

      Aber die Beschreibung der Atmosphäre kommt mir bekannt vor, jeder kennt jeden, es gibt keine Geheimnisse, und damit auch kein Privatleben, kaum Rückzugsgebiete, Wald hin, Wald her. Bei uns liefen keine Tiere frei rum, oder kaum – zwei Katzen wurden uns überfahren, was nicht wundert, wenn schnurgerade Straßen durch den Ort führen. Woipating sollte dafür aber verkehrsberuhigt genug sein. Schafe, Schweine, Hühner, Tatzelwürmer, Hunde, Katzen – was das Herz begehrt. Hierarchie hat es dann aber nach außen, für Fremde. Das sind so die ersten Anzeichen, dass dieses Dorf anders ist als die, die man kennt.

      Wir werden und also mit ein paar Szenen vertrauensvoll an dich wenden, um sie auf ihren Wahrheitsgehalt abzuklopfen. Das wird zwar noch ein bisschen dauern, aber dann kannst du uns bestimmt um so mehr weiterhelfen. Willkommen an Bord!

      • ich helfe wo ich kann, wird dir meine Mailadresse angezeigt? Nur falls du mal direkt schreiben willst, hier kann man ja sehr schnell den Überblick verlieren^^
        Die Bilder die du gefunden hast, sind wirklich sehr stark atmosphärisch. Für W stelle ich mir das alles noch einen Ticken düsterer und bedrohlicher vor. Vielleicht auch so einen geheimen Ort oder ein Gebäude, wie z.B. die Kirche auf einem der Fotos. Religiöser Fanatismus aller Stephen King, wozu mir gleich wieder eine Menge seiner Gesichten einfallen, die wunderbar passen, z.B. Das Mädchen (Mädchen verirrt sich alleine im Wald und wird von unbekanntem Wesen gejagt) oder die Kurzgeschichte „N“(normale Menschen müssen an einem geheimen Ort das Böse darin hindern in die normale Welt zu gelangen mithilfe von Zwangsstörungen etc.) Ich kann mich da ja nochmal genau reinlesen und schauen, was sich lohnt „abzugucken“.
        Grüße

      • Ich bin dabei Links und Tipps zu sortieren und gesammelt anzubieten (Menüpunkt „Unterholz“), da packe ich auch diese Stephen King Sachen rein. Für mich ist „ES“ von ihm eine starke Referenz, aber du kannst es gerne für uns zusammen fassen und als Kommentar dort posten, sobald ich die Webseite fertig angepasst habe – siehst ja selbst wann das funktioniert :)

        Und ja, ich sehe eure E-Mail Adressen, aber nicht welche davon „fake“ sind, und welche echt. Hauptsache ich kann gegebenenfalls direkt mit euch in Kontakt treten.

    • Da kann ich auch noch etwas zu sagen:
      Jeder kennt jeden, ja! Aber es gibt Geheimnisse! Oder vielmehr Geheimniskrämerei, hinterrücks. Es ist nach meiner Erfahrung nicht so, dass Jeder Jedem alles erzählt, zumindest nicht mit dem vollen Wahrheitsgehalt, wie man einem Verwandten oder besser Bekannten alles erzählt. Das führt dann zu dieser unsäglichen Lästerei, die zwei Ecken weiter wieder völlig anders zu Ohren kommt. Das Stille-Post-Prinzip. Dann gibts Tratsch, Gerüchte und Stunk. Das ist etwas, was Menschen (ich schließe mich da sicher nicht aus!) sehr gerne machen und auch sehr gerne sehen (siehe die ganzen Soaps). Daher ist es ein Element, das auf jeden Fall (!) in die Darstellung der Dorfgemeinschaft einfließen muss. Vielleicht auch abgewandelt, dass in W. eben doch Jeder Jedem alles erzählt, weil W. anders ist, zusammenhält und vielleicht sogar Gespräche hinter dem Rücken Anderer bestraft werden (von der Dorfältesten). Hier steht die Darstellung der Kommunikation im Dorf auf dem Spiel. Funktioniert sie anders, besser als in der Außenwelt? Unterliegt ihr ein besonderer Kodex, in den die Bewohner hineingeboren werden, der Gerüchteküche und Geheimniskrämerei untersagt?

      • Genau so hab ichs gemeint,diese offen Verschwiegenheit, Geheimnisse die jeder kennt und doch nicht genau, Gerüchte und all das. Was sich in „W“ allerdings wieder ganz anders äußern kann.

    • @ Sebastian aka Faszinierend malerisch, aber dort leben ist auf jeden Fall eine zwischenmenschliche Herausforderung, kann ich mir sehr gut vorstellen. Auch ich wurde mit jungen Jahren aus der Großstadt aufs Dorf gezogen, wesentlich beseelter aber dennoch ein Dorf. Als Eltern muss man dort besonders auf seine Kinder eingehen damit sie sich nicht verlieren.
      Was ist das für ein geniale baumstatue dort?

      • Ja, das Leben da war zwar schön, aber nicht einfach, da man auch ziemlich von der Außenwelt abgeschottet war: Internet nur über Modem (seit wenigen Jahren dann DSL 6000^^), nur billiges rauschendes Kabelfernsehen, 5 Busse am Tag und nur in der Woche, weils auch kein Durchfahrtsdorf ist, quasi eine Sackgasse^^ Auch der Wald war immer direkt vorm Haus und greifbar, binnen Sekunden kann man sich verlaufen^^
        Der Baum ist direkt am Ortseingang und besteht glaube ich aus drei Linden, die sich so verknotet haben, steht unter Naturschutz: die Straße heißt auch Lindenstraße^^

      • Oje Oje^^ Aber scheinst es ja gut überstanden zu haben.
        Dein Buchtipp „N“ hört sich Klasse an! Kannte ich noch nicht. Für mich persönlich würde sich das bspw. auch mit meinen Vorstellungen für die neurotischen Handlungen der Bewohner von „W“ decken. Ich schau da mal rein. Hier kommen Dinge ans Tageslicht, echt super;)

      • Nein. Lindenstraße! Der Name der einzig relevanten Straße in meinem Dorf. Vielleicht jetzt auch nicht so unfassbar, wie ich es mir grad mache. :)
        Aber die Linde…man muss sich nur ordentlich umschauen, dann braucht man ja gar nichts mehr erfinden, nur zusammenwerfen.

    • Thema dörfliche Integration:
      Eines Tages zog ein „Fremder“ in unser Dorf. Ich konnte erleben (obwohl ich nicht mehr dort lebte, sondern nur gelegentlich zu Besuch da war), wie Integration dort vonstatten ging. In dem Fall nämlich gar nicht. :)
      Will man integriert werden, muss es wohl vornehmlich von einem selbst ausgehen. So zumindest habe ich es erfahren. Wenn man sich keine Mühe gibt der dörflichen Gemeinschaft aktiv beizutreten, sein Haus lediglich als Wohnsitz auffasst, dann wirds nichts. Stattdessen spinnen sich die Gerüchte um einen, weil die Dorfbewohner natürlich nur von außen diejenige Person einschätzen.
      Andererseits könnte ich mir W. ganz anders vorstellen. Es ist zwar ein Dorf „unter dem Radar“ aber dennoch haben sie ja ein großes Interesse daran „kennenzulernen“, nämlich um den Genpool aufzufrischen. Also könnte hier die Integration zunächst doch von den Dorfbewohnern ausgehen, nur um nach der Aufgabenerfüllung umso heftiger abgewiesen zu werden.

      https://maps.google.de/maps?q=d%C3%B6rrwalde&ie=UTF8&hnear=Gro%C3%9Fr%C3%A4schen,+Brandenburg&t=m&z=12

      Nicht so malerisch, dafür so winzig, dass Google Maps die nächstgelegene Stadt markiert. xD
      Dörrwalde – eines der vielen eingemeindeten Dörfer von Großräschen. Ca. 180 Einwohner.

  12. Ich habe mich jetzt schon ein Weilchen gefragt WIE der Junge verschwindet…Antworten habe ich nicht, dafür aber eine Option:

    Als Erstes sollte sich die Familie dort irritiert zurecht finden, also Schutz suchen und langsam erkennen, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Trotz dieser gelegentlichen Unstimmigkeiten und Befremdnis könnte sich mit der Zeit ein minimales Gefühl von Alltäglichkeit anbahnen. Der perfekte Moment um den Zuschauer behutsam in diese (W.)elt zu entführen und gegebenenfalls auch gehörig zu schocken. Denn in diesem Leben und Treiben kann der Junge so geschickt verschwinden, dass es der Rest der Familie erstmal nicht mitbekommt und hoffentlich nichtmal der Zuschauer. Wie herrlich wäre eine komplette Zeit in Ungewissheit, dass der Junge schon längst verschwunden ist:) Dann kommt das grosse Erwachen und die Geschichte nimmt ihren unheilvollen Lauf. Die Familie gerät in Panik, sie erreichen niemanden und es geht los!

    • Erinnern noch jemanden diese „Externsteine“ an Pyke auf den Iron Islands bei George RR Martin? Brücke zwischen den Gipfeln… es ist ja kein Geheimnis woran sich Martin bedient hat, warum nicht auch einen Schuß „Nazis“? Aber zurück zu unserer Geschichte. Legenden um Nazischätze gibt es so viele, haben wir auch schon in der Schreibstube angesprochen. Das wir so gerne glauben wollen, dass die Nazis (gerade als es mit ihnen bergab ging und sie nichts besseres zu tun hatten) bergeweise Vermögen verbuddelt, und kryptisch verschlüsselte Hinweise hinterlassen haben? Mich fasziniert daran am meisten, wie wenig es braucht, damit Menschen davon in denn Bann gezogen werden, und irgendwann anfangen Hinweise zu sehen, wo gar keine sind… unter Stichwörtern wie Alpenfestung findet man auch viele verrückte Theorien, und uns interessiert mehr deren Beschäftigung mit dem Okkulten sowie Geheimwaffen-Projekte rund um Victor Schauberger und dessen „Ufo-Antrieb“. Der braucht nämlich keine Startbahn und könnte im Wald verborgen liegen. IRON SKY lässt grüßen :)

      Vielen Dank für den großartigen Link zu weiteren Gruselgeschichten – jede Menge weiterer Varianten, das passt wie Faust auf’s Auge!

  13. Waisenhäuser sind immer ein spannendes Thema!
    http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/zwischen-spessart-und-karwendel/badehaus-waldram-100.html

    Ich habe hier eine gruselig anmutende, moderne Legende aus dem bayerischen Wald. Hauptsächlich als die schwarze Frau bekannt, habe aber ähnliches unter die weisse Frau gefunden. Ein paar Links:
    http://regiowiki.pnp.de/index.php/Die_schwarze_Frau
    http://www.wegbegleiter.ch/wegbeg/frauschw.htm
    http://www.bayern-blogger.de/die-weise-frau-vom-ebersberger-forst-unerklarliche-geistererscheinungen-10440/

    • Waisenhäuser – das gefällt mir, da könnten ein paar Bewohner her stammen! Auch das wäre eine Alternative zur „Auffrischung“ der überschaubaren Genpools in Woipating. Prima!

      Die schwarze oder weiße Frau passt vielleicht nicht zur Hauptgeschichte, aber auf jeden Fall in unsere Ecke für Webisodes, da werde ich darauf verweisen – danke dir, tolles Fundstück! Und was sind wir damals als Fahranfänger dort nicht überall herum gefahren… da stricken wir noch was draus :)

  14. Kennt ihr mit Sicherheit schon, ich haus trotzdem kurz rein. Ich wünschte ich wäre in einer solch sagenumwobenen Gegend aufgewachsen:
    http://wildes-waldgebirge.de/sagen.html

    Sepp Probst wäre evtl. ein Kontakt, über diese Seite wird sein Auftritt bei FB verlinkt: http://www.kraftvolle-orte.de/2012/12/linktipp-mystischer-bayerischer-wald/

    Über die Seite gelangt man auch auf den YT Kanal des Stephan Gröschler. Er hat hier ein paar nette stimmungsvolle Videos…vll. findet ihr ein paar Locations oder Inspirationen…
    http://www.youtube.com/user/KraftvolleOrte?feature=watch

    • Was für eine Goldgrube! Das kürzt das Location-Scouting um die Hälfte ab!! Kannten wir noch nicht, und ich klicke mich gerade ungläubig durch das Material und der Kopf rattert… danke!

      Ich pack’s nicht, meine „Blutrinne„!!!!!! Und ich dachte noch das entstammt meiner Phantasie… ok, sie sieht anders aus, als ich es mir vorgestellt habe, aber die hier ist geiler – und echt. Heilige Scheiße…

  15. Zu der Geschichte mit der schwarzen/weissen Frau, die ich heute verlinkt habe:

    Man könnte das Ganze sehr passend einbauen. Wenn die Familie am Anfang mit dem Auto in Richtung Woipating fährt, könnte diese Frau auf der Strasse auftauchen (Anhalter), wie in der Geschichte… Die Familie ignoriert sie und die Konsequenzen können sich später wunderbar gruselig auf den Plot auswirken.

    Ist das eine Idee? ;)

    • Würde prima funktionieren – passt nur nicht so gut zum sich langsam steigernden Horroranteil – das wäre schon recht heftig. Andererseits… wenn man die Auflösung heraus zögert, es zu Beginn nur eine Diskussion im Auto gibt („Die arme alte Frau, nehmen wir sie mit!“ – „Das die mir ins Auto kotzt, weil sie noch nie so schnell bewegt hat? Nee…“ – Rums!), dann könnte das schon reizvoll sein. Behalten wir mal im Hinterkopf, oder heben es uns auf. Webisodes, spätere Szene – so oder so ein tolles Fundstück.

      • Ja, man muss es eben sehr subtil und unscheinbar darstellen und erst sehr spät die Katze aus dem Sack lassen…Ich war nur erstmal ein wenig begeistert, wie sehr sich die Legende in die Story einfügt:)

  16. Ja gell, bin auch voll fasziniert.
    Diese Rinnen kannte ich bis jetzt gar nicht, abgefahren. Aber dachte eine Blutrinne gibt es nur bei einem Schwert?

    Die Ruine in Schamhaupten finde ich gruselig bei 40 sek.
    Auch seine Aufnahme vom Zigeuenrloch find ich schaurig schön. Leider gänzlich andere Region – Wellheim bei Ingolstadt, aber ließe sich bildtechnisch wundervoll mit dem Opferstein im Ebnether Keller verbinden oder dem Druidenhain. Bei Letzterem stand ich selbst schon dort und die Aura ist verblüffend.
    Menschenskind so krasse Orte, herrlich.

    • Mit Blutrinne spiele ich auf eine Szene an, die ich im Schreibzimmer ausformuliert habe, und die eins der ersten Bilder war, die ich zu der Serie im Kopf hatte. Daher finde ich es schon ein bisschen unheimlich jetzt so etwas „in echt“ zu sehen schon heftig. Die Szene wird vermutlich einer der Cliffhanger am Ende einer der ersten Folgen sein.

      Glücklicherweise können wir die Locations ja miteinander verknüpfen, nicht alle müssen tatsächlich im Bayrischen Wald sein – für die Darsteller macht es aber bestimmt einen Unterschied, wenn sie wissen, dass keiner der Orte an denen sie „spielen“ dem Kopf eines Production Designers entsprungen ist, sondern tatsächlich existiert (und höchstens angepasst wurde) – das ist besser als jedes Greenscreen-Gehampel, jede Wette.

      PEF = Practical Effects Forever!

      • Was geht da eigentlich alles in deinem Kopf vor? Man man man ;)

        Verdammt richtig, wenn man dabei felxibel bleibt ist das alles kein Ding! Was das für ansässige Torismusstationen bedeutet, könnte sich ggf. auch in Sponsorengeldern wiederspeigeln.

  17. Mir ist gerade das Voynich Manusskript wieder in den Sinn gekommen, habe mich da vor ein paar Monaten mit beschäftigt, kennt das zufällig jemand?
    Ich füge es mal in diesen Blog, da es evtl. Anregungn zur Pflanzenmythologie geben kann. Ein echt rätselhaftes Machwerk, dessen Inhalt, (Die Schrift ist bis heute nicht entschlüsselbar) ebenso unerklärlich ist, wie seine Herkunft und Ambition.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Voynich-Manuskript

    Hier ein sehr schöner filmischer Beitrag auf YT:
    http://www.youtube.com/watch?v=61LLxS4fze4

    -[DOKU] Voynich Manuskript-
    ————————–

    Und hier ist jede Seite im Original hochaufgelöst selber erkundbar…viel Spaß!
    http://www.jasondavies.com/voynich/#f1r/0.5/0.5/2.50

  18. Pingback: Nein, für euch schreiben werd’ ich nicht! | jplog

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