Gleichgewicht

Wie sieht der typische, erwartete Tagesablauf einer Familie in unserer heutigen Gesellschaft aus? ELTERN von Robert Thalheim gibt ein paar Hinweise, zeigt die Zerreißprobe, wenn man immer noch allen Ansprüchen Gerecht werden will, und man ahnt wie aufreibend (und erfüllend) es sein kann, Kinder zu haben:

Aber fassen wir mal zusammen: Die Einteilung beginnt mit der Unterscheidung in Arbeitstage und Wochenende, in Arbeit und Freizeit. Letztere wird aufgeteilt in Zeit die man Dinge “erledigt”, die “getan werden müssen”, Mahlzeiten einnehmen und wieder los werden, Essen kaufen, sowie vielleicht was mit Freunden unternehmen, Sport treiben, Kultur konsumieren, Sex, in einer Band oder einem Verein spielen, ein Buch lesen, Fernsehen, und immer unwahrscheinlicher: sich mal langweilen und in sich hinein hören. Keine Zeit, keine Lust für größere Zusammenhänge, nennen wir das mal Politik, oder unbelasteter Engagement. Habe ich was vergessen?

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Auf dunklen Wegen

Stürzen wir uns in die Finsternis. Was hält unsere Woipating’er dort, wenn doch das Grauen im Wald lauert, von dem sie wissen, dass sie aber behüten und von der Außenwelt abschirmen? Wieso warten sie auf ihre Vermissten, statt sie sich aus der Dunkelheit zurück zu holen?

Dunkel
Ins Licht – Ja oder Nein?

Nun, auf den Gedanken sind sie mehr als einmal gekommen. In einer späteren Staffel gehen wir darauf ein, zeigen die Katastrophe, zu der es damals kam. Nur ehe wir die Zuschauer in die Finsternis mitnehmen, sollen sie Angst vor ihr haben, und mit dieser Angst im Gepäck hinab steigen. Oder fallen. Endlos fallen…

Diese in jedem Menschen wohnende Angst, die sitzt auch an unserem „Ort“ im Wald fest. Unser „schwarzes Loch“, aus dem kein Licht mehr nach außen fällt, unser Wurmloch, unsere Raum-Zeit-Anomalie. Dazu muss man nicht in den Weltraum reisen, auf Anomalien stößt man auch auf der Erde genug. Auf solche der Gravitation ebenso, wie was Robert Anton Wilson so dokumentiert hat. Dieser unser „Ort“ im Wald zeichnet sich also dadurch aus, dass man den Zweifeln, die man in sich trägt ebenso wenig länger ausweichen kann wie jenen, von denen man noch nicht einmal wußte, dass es sie gibt. Das zieht einem den Boden unter den Füßen weg, dann stürzt das Bewußtsein ab, ohne jeden Halt. Was wir nicht denken können, kann man nicht beschreiben, geschweige denn wahrnehmen. Das ist der „Ort“. Dementsprechend ist der „Ort“ nicht fest verankert, es ist kein fixer „Ort“, sondern so flexibel und individuell wie wir. Dennoch ist er immer in der Nähe, wie ein folgsamer Hund in der Nähe seines Menschchens. Und wie neben einem großen, schrecklich anzusehenden Hund fühlt man sich in seiner Nähe sicher. Paradox, aber funktioniert trotzdem. Also wollen die Woipating’er nicht weg, weil diese „berechenbare Schrecken“, andere fern hält, während man den „Ort“ auf einer strengen Diät hält, und an der kurzen Leine.

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Figurenschule

Zu behaupten wir seien überwältigt, dürfte eine Untertreibung sein – das Feedback zum Auftakt hat uns derart überrollt und begeistert, dass wir uns genötigt sehen zu versuchen, die ungebremste Ideenflut irgendwie in Bahnen zu lenken. Daher geben wir jetzt jede Woche einen konkreten Artikel zum Besten, um nicht die komplette Diskussion nur unter einem Artikel zu führen, sondern ansatzweise zu kanalisieren, ähnlich wie wir es auch in der Schreibstube tun.

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Foto: Henry Herkula, Wildnis II, 21CC by Lizenz

Nachdem wir uns schon über allgemeine Themen rund um unser fiktives Dorf ausgetauscht haben, richten wir doch jetzt den Fokus auf unseren Figurenpark… und die Fabelwesen, die dort ebenfalls ihr Unwesen, bzw. Gemeinwesen verrichten.

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W. – Das Crowdwriting Projekt

Was vor drei Wochen in der Speakers’ Corner noch nach einer Schnapsidee klang, ist inzwischen Wirklichkeit geworden, und damit ist für mich ein schon vor einem Jahr angestrebter Traum in Erfüllung gegangen: Seit 2 Wochen sitzt eine bunte Truppe aus 7 moviepiloten in einem virtuellen Schreibzimmer und schraubt gemeinsam an einer Genre-Serie, wie wir sie uns seit Jahren wünschen, und nicht bekommen – jetzt machen wir sie eben selber: W.

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Foto: Henry Herkula, Wildnis II, 31CC by Lizenz

Das W. steht für mehr als nur den Ortsnamen (Woipating im Bayrischen Wald), es ist auch eine Ansage, eine Konzentration auf das Wesentliche. Viele Wörter stecken dahinter, und gleichzeitig ist es eine Karte, der Punkt ist unser Dorf, der Buchstabe daneben der dunkle Wald. Ein auf den Kopf gestelltes M, eine Mystery-Serie, die sich durch Mythen, Sagen und Legenden wühlt, und Dinge ans Tageslicht zerrt, die besser verborgen geblieben wären. Also geht weiter, hier gibt’s nichts zu lesen, springt zum nächsten Artikel, noch habt ihr die Chance. Wenn ihr weiter lest, dann auf eigene Gefahr, denn schneller als ihr es für möglich haltet, geratet ihr in den Sog dieser Geschichte, des “Ortes”, werdet gar ein Teil von ihr…

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Win or Lusen

Lusen
Der Lusen im Bayrischen Wald

Heute klären wir die Frage wo genau Woipating eigentlich liegt. Oder besser gesagt, wir starten den Wettbewerb darum, denn theoretisch kommen zwei bayrische Landkreise in Frage, einmal wäre da Regen, und andererseits Freyung-Grafenau. Welcher der beiden Landkreise sich für unsere Serie besser eignet, wissen wir noch nicht. Der Nationalpark Bayrischer Wald und damit der Lusen sind natürlich fest eingeplante Drehorte, aber wo liegt die „echte“ Gemeinde Woipating?

Daher wenden wir uns bei unserer Suche nach den besten Drehorten an die, die es am besten Wissen – die Einheimischen der Landkreise selbst. Location-Scouting via Local Scouts sozusagen:

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